Fischöl
Fischöl senkt Triglyceride, schützt die Gefässwand vor Arteriosklerose, verbessert messbar das Immunsystem und wirkt als Gegenspieler zur tierischen Arachidonsäure erst noch entzündungshemmend.
- Fischöl hemmt die Blutplättchenverklumpung wie Aspirin und schützt so vor Thrombosen.
- Fischöl verbessert die Fliessfähigkeit des Blutes und entlastet damit das Herz.
- Fischöl fördert die Hirnentwicklung und die Lernfähigkeit bei Kleinkindern.
- Fischöl wirkt antimikrobiell (Terpene).
- Fischöl-konsumierende Schwangere gebären gescheitere Kinder.
Alle diese Aussagen sind wissenschaftlich untermauert und von der Schulmedizin anerkannt. In einer Studie beispielsweise konnte klar gezeigt werden, dass Herzinfarktpatienten, die nach dem ersten Ereignis regelmässig Fischölkapseln einnahmen, deutlich weniger einen weiteren Infarkt erlitten, als jene ohne Fischölprophylaxe. Fischöl besteht aus verschiedenen Säuren: EPA, verantwortlich für die oben erwähnten Effekte und DHA, verantwortlich für die Blutdrucksenkung sowie für die Hirnentwicklung und die Lernfähigkeit bei Kleinkindern. Die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren ist durch eine Vielzahl klinischer Studien bestätigt. Die umfangreichste war wohl die viel beachtete GISSI - Studie an der über 11`000 Patienten teilgenommen haben. Nach dreieinhalb Jahren täglicher Einnahme von 850mg Fischöl pro Tag konnte die Gesamtsterblichkeit um 20%, das Risiko für Herz- Kreislauftod sogar um 45% verringert werden. Entscheidend für die Wirksamkeit ist die Anreicherung in den Zellwänden. Dafür ist jedoch nicht nur die absolute Menge pro Woche zu berücksichtigen, sondern die kontinuierliche Zufuhr pro Tag entscheidend.
Optimale Menge bei allen chronisch entzündlichen Erkrankungen: 3g/Tag
Bedarf im Sport Die aus Kaltwasserfischen gewonnenen Öle enthalten Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), beides Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf die Bluttfette aus, senken das Herzinfarktrisiko und verbessern die Insulinempfindlichkeit. Bei einer ausreichenden Zufuhr an Linolensäuren, z.B. aus Leinöl, kann der Körper diese Fettsäuren selbst herstellen. Der genaue Bedarf an Linol- und Linolensäure ist dabei schwerer zu bestimmen. Er dürfte für Kraftsportler bei 5-10g Linolensäure und 10-20g Linolsäure pro Tag liegen. Wichtig ist dabei das Verhältnis der beiden Fettsäuren zueinander. Für jedes Gramm Linolensäure sollten etwa ein bis vier Gramm Linolsäure zugeführt werden (die diesbezüglich Empfehlungen schwanken stark).
Referenzen - Simopoulos AP. The importance of the ratio of omega-6/omega-3 essential fatty acids. Biomed Pharmacother. 2002 Oct;56(8):365-79
- Crawford MA, Bloom M, Broadhurst CL, Schmidt WF, Cunnane SC, Galli C, Gehbremeskel K, Linseisen F, Lloyd-Smith J, Parkington J. Evidence for the unique function of docosahexaenoic acid during the evolution of the modern hominid brain. Lipids. 1999;34 Suppl:S39-47
- Simopoulos AP. Human requirement for N-3 polyunsaturated fatty acids. Poult Sci. 2000 Jul;79(7):961-70
- Morris DH. Methodologic challenges in designing clinical studies to measure differences in the bioequivalence of n-3 fatty acids. Mol Cell Biochem. 2003 Apr;246(1-2):83-90
- Visioli F, Rise P, Barassi MC, Marangoni F, Galli C. Lipids. Dietary intake of fish vs. formulations leads to higher plasma concentrations of n-3 fatty acids. 2003 Apr;38(4):415-8
- Tsuboyama-Kasaoka N, Takahashi M, Kim H, Ezaki O. Up-regulation of liver uncoupling protein-2 mRNA by either fish oil feeding or fibrate administration in mice. Biochem Biophys Res Commun. 1999 Apr 21;257(3):879-85
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